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Eselsbrücke mit Shabby-Chic

29. Oktober 2017
Ein Schreibtisch im Shabby-Chic-Look steht vor einem Fenster darauf Vasen in unterschiedlichen Formen

Je mehr Zeit ich (scheinbar) zur Verfügung habe, desto weniger Dinge bekomme ich erledigt. Ein Phänomen, das vermutlich jeder kennt. Je mehr Zeit ich habe, weil ich gerade nicht nicht mit dringenden Projekte oder schnellen Lösungen beschäftigt bin, desto mehr arbeitet allerdings mein Kopf und produziert unablässig Ideen, von denen ich in diesen Zeiten aufgrund mangelnder Motivation so gut wie keine umsetze.

Das ist der Grund, warum mein Blog-Ideenspeicher in den vergangenen Wochen eine reiche Ernte eingefahren hat, aber nichts davon an die Öffentlichkeit gedrungen ist. „Mache ich irgendwann.“ – „Schreibe ich später.“ – „Die Bilder müssen noch bearbeitet werden.“ – „Habe gerade keine Lust.“ – „Erstmal etwas essen.“ … die Liste der Ausreden ist lang.

Mit dem heutigen Ende der Sommerzeit habe ich beschlossen, meinen Gartentisch in die warme Wohnung zu holen und ihn dort überwintern zu lassen. Auch dieses „Projekt“ schiebe ich aus den o.a. Gründen schon seit zwei Wochenenden vor mir her. Der heutige Tag und die verbundene Umstellung der Uhr schienen mir allerdings perfekt für das Umsetzen meines Vorhabens. Und wer es immer noch nicht weiß oder immer noch hören kann: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür auf die Terasse, im Herbst holt man sie zurück. So viel zum Thema Anfang-Sommerzeit-Ende-Uhr-vor-oder-zurückstellen-Eselsbrücke.

Meine als Provisorium gedachte Idee entpuppte sich übrigens als Aha-Erlebnis. Als ich mich probeweise an den Gartentisch setzte, um etwas zu notieren, wusste ich plötzlich, was mich u.a. so lange vom regelmäßigen Bloggen abgehalten hat: Ein fehlender Arbeitsplatz. Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin!

So, die Voraussetzungen sind geschaffen. Es gibt keine Ausreden mehr. Außer vielleicht die des Hungerns. Denn mit leerem Magen kann ich nicht vernünftig denken. Isso. Sollte mich also in den kommenden Wochen nicht zufällig eine ungeplante Hungersnot heimsuchen, werden die „different-affairs“ mit Content gefüllt. An einem wunderschönen Arbeitsplatz, der als solcher niemals geplant war. Das Leben kann so einfach sein.

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