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Fünf Räder, sieben Campingplätze, 350 Kilometer Atlantikküste – Teil 2

30. Oktober 2017
Rochefort Cordellerie

Rochefort TriumphbogenRochefort Kino und alter BahnhofRochefort Markt Rochefort MarktRochefort Markt Rochefort Markt Plakat Rochefort fete La FayetteRochefort fete La Fayette

Manchmal machen mir meine eigenen Glaubenssätze einen Strich durch die (Lebens-)Rechnung. Momentan bin ich der fixen Idee anheim gefallen, dass meine ins Stocken geratenen Projekte erst dann weiter laufen werden, wenn ich den zweiten Teil des Sommerurlaubs endlich gepostet habe. Ich weiß, ich weiß – ich schüttel selbst mit dem Kopf. Aber schaden kann es ja nicht, darum geht es jetzt endlich weiter. (Zwei Monate nach dem Ende des Urlaubs und einen Monat nach dem Posten des ersten Teils unserer Fahrradtour – shame on me!)

Wo war ich stehen geblieben? Genau, in Montalivet, dem kleinen Badeort an der französischen Atlantikküste, der laut Wikipedia nur im Sommer wirklich bevölkert ist. Nach unserem kurzen Strandurlaub beschlossen wir, in zwei, maximal drei Etappen zurück nach Rochefort zu radeln, um dort noch eine Art „Städteurlaub“ einzulegen – sofern das in einer Kleinstadt mit 25.000 Einwohnern überhaupt möglich ist. Ist es! Alle Bilder dieses Posts sind in der Stadt „des starken Felsens“ entstanden. Und auch, wenn eine französische Freundin von mir meine Leidenschaft für die französische Provinz nicht unbedingt nachvollziehen kann, ich fand es nach so vielen Kilometern mit dem Rad und den verschiedenen, teils nervigen Campingplätzen total entspannend, mich an drei Nächten hintereinander in ein Stockbett der Jugendherberge in Rochefort fallen zu lassen.

Während meine Mitreisenden weiterhin die Umgebung mit dem Rad erkundeten, war ich einfach faul und bin durch das wunderhübsche Städtchen flaniert, habe die Corderie Royale besucht, an den beiden Markttagen ein Stück Frankreich wiedergefunden, das ich bis dahin vermisst hatte, und schließlich die Feierlichkeiten zu Ehren des Marquis La Fayette mitverfolgt, bei der die gesamte Stadt kurzerhand einen Zeitsprung von knapp 300 Jahren unternahm, um bei 34 Grad im Schatten mit aufwändigen Kostümen zu feiern. Nein, mir war es keine Sekunde langweilig, ich fand es einfach nur schön und entspannend.

So, und nun liebe Projekte – euer Weg ist endlich wieder frei. Macht was draus!

 

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