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Tea time im Badezimmer

20. Januar 2019
Farbig gestrichenes Badezimmer

Anfang des Jahres litt ich unter einem ungeheuren Energieschub. Wie eine Schwangere, die das Nestchen für ihr Ungeborenes vorbereiten will. Gut, der Vergleich hinkt ein wenig, denn ich habe kein Kinderzimmer eingerichtet, sondern lediglich mein Badezimmer angestrichen. Die Idee hatte ich schon beim Einzug vor – ich mag die Zahl hier kaum ausschreiben – drei Jahren. Aber irgendwie hat es immer an der Zeit gefehlt oder an der Lust oder an beidem. Zwischen den Jahren keimte die Idee schließlich wieder auf und bei der nächsten Gelegenheit besuchte ich den Baumarkt zwecks Erwerb des passenden Anstrichs.

Hochbetrieb in der Farbenabteilung

Offensichtlich war ich nicht das einzige weibliche Wesen mit zu viel Energie oder kreativen Anflügen während der Feiertage, denn in der Farbenabteilung wimmelte es nur so von anstrichwilligen Damen. Ja, ein paar männliche Vertreter waren auch anwesend, die hatten aber, ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, in meinem Augen eher eine beratende Funktion. Auch ich habe ich nicht einfach beherzt in das Regal mit den Farbeimern gegriffen, sondern mich nach reiflicher Überlegung für den Ton “Tea time” entschieden. Tatsächlich hätte ich das Bad gerne noch dunkler gestrichen. Diese Idee erschien mir aber aufgrund eines fehlenden Fensters (Tageslichtbad im Fachjargon genannt :-)) doch ein wenig zu verwegen.

Farbig gestrichenes Badezimmer mit farbigen Accessoires
Farbich gestrichenes Badezimmer mit Frühlingsstrauss und Accessoires
Badezimmeraccessoires
Vermeer und -prints in schwarzen Bilderrahmen

Und, tada, hier ist es nun mein renoviertes, endlich farbiges Bad. Könnt ihr euch noch an den Zustand kurz nach dem Einzug erinnern? Um es einfacher zu machen, hier noch einmal der Vorher-Zustand:

Bathroom with Hemnes cabinet und sprutt drawer

Ein funktional, aber ästhetisch ganz bestimmt nicht aufgewertetes Bad. Hygienisch weiß eben. Ich bin im Nachhinein fast noch ein bisschen überrascht, was für einen Unterschied so ein bisschen Farbe macht. Das zweite Bild zeigt den Zustand nach dem Trocknen der Farbe und dem Entfernen des Malerkrepps. “Mehr Bilder bitte und eine andere Deko”, waren meine ersten Gedanken. In den vergangenen zwei Wochen habe ich also nicht nur kleinen Malerfehler ausgeglichen, sondern auch neue Bilder aufgehängt und einen Badezimmerstrauß installiert. Okay, ich hätte für das Foto das Kabel vom Föhn ordentlich aufrollen können. Aber ich eben keine Stylistin, ich habe es einfach zu spät bemerkt.

Meine ursprüngliche Idee, über der Toilette eine Bilderwand anzulegen, habe ich übrigens recht schnell wieder verworfen. Es wirkte einfach zu unruhig. Dafür habe ich nun an verschiedenen Wänden (leider aufgrund der Enge und der Höhe im Bad recht schlecht zu fotografieren) Bilder platziert. Die quadratischen gefallen mir besonders gut. Den Vermeer und den … (der zweite Maler ist mir leider entfallen, Bruegel ist es aber nicht) kann man übrigens in hochaufgelöster Qualität auf der Internetseite des Rijksmuseums Amsterdam herunterladen.

Dieses Projekt hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich möglichst bald mein nächste Anstrichidee in Angriff nehmen möchte: die blaue Wand hinter dem Bücherregal, was weniger ein Anstrich- als ein Aus-und-wieder-Einräum-Job ist. Ich warte auf den nächsten Energieschub.

 

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4 Comments

  • Reply Anna 20. März 2019 at 16:25

    Gelungene Veränderung! Von welcher Firma stammt die weiße Schubladenkommode?

    LG
    Anna

    • Reply ahedfeld 21. März 2019 at 10:24

      Vielen Dank. Die Kommode stammt aus einem schwedischen Möbelhaus :-). LG

  • Reply Anna 27. März 2019 at 14:23

    Danke für den Tipp mit dem Möbelhaus, die Serie gibt es leider nicht mehr… VLG

    • Reply ahedfeld 1. April 2019 at 10:25

      Schade, aber das ist bei I..A ja leider immer mal wieder der Fall. Vielleicht gibt es einen adäquaten Ersatz. LG

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